Unter­neh­mer­por­trät für Medhat Zaki, Verkaufs­coach

Dr. Heike Jacobsen

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» Musik und Sprache sind die Wurzeln meiner Kindheit. Ich tauchte in die Welt der Sprache, Klänge und Musik ein und fand darin meine wahre Heimat. Mit fünf Jahren lernte ich lesen und Klavier spielen. «

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Unternehmerporträt Medhat Zaki

Medhat Zaki

Verkaufs­coach

Unter­neh­mer­por­trät Medhat Zaki

Ein warmer Frühsom­mer­tag Mitte Juni. In einer ruhigen Seiten­straße im Essener Süden finde ich die Medhat Zaki Academy. Er öffnet persön­lich und bittet mich in sein Büro, ein Anzug hängt hinter der Tür, Sonnen­licht fällt durch das Fenster, vor dem Schreib­tisch eine profes­sio­nelle Kamera und zwei hochwer­tige Studio­leuch­ten, dahin­ter eine gelbe Wand. „Ich liebe Wärme“, sagt er und serviert Tee. Der einzige Dekora­ti­ons­ar­ti­kel: eine Büste der Nofre­tete. „Meine Ururu­roma, aus dersel­ben Stadt wie ich“, scherzt er.

Medhat Zaki wurde im Süden von Ägypten geboren. „Mein Vater war der Pascha in der Familie, er konnte sich nie entschul­di­gen oder bedan­ken und musste immer Recht haben. Obwohl er ein anerkann­ter Beamter bei der Post war, wurde ich als Kind gemobbt und von meinen Mitschü­lern verprü­gelt“, beginnt er. „Ich bin nur 1 Meter 63 klein. Heute nenne ich das: konzen­triert.“ Vom Vater mit Schlä­gen und Demüti­gun­gen erzogen, fehlte dem ängst­li­chen Jungen jegli­ches Selbst­be­wusst­sein. „Ich habe gezit­tert, wenn mein Vater mit mir gespro­chen hat, und hatte das Gefühl, nicht liebens­wert zu sein. Als er für vier Jahre in Saudi-Arabien gearbei­tet hat, konnte ich aufat­men.“

Dazu kam eine Lese-Recht­schreib-Schwä­che, wie sich bald heraus­stellte. Die größte Blamage erlebte der Neunjäh­rige, als er anläss­lich der Ermor­dung Sadats auch einmal im Morgen­kreis vor dem Rektor und der versam­mel­ten Lehrer- und Schüler­schaft aus den Nachrich­ten des Tages vorle­sen wollte und sich einge­ste­hen musste, dass er nicht richtig lesen konnte. Das Gefühl der Schande, ausge­lacht zu werden, nicht dazuzu­ge­hö­ren, keine Anerken­nung zu erhal­ten, saß tief. „Ich dachte, ich bin dumm und alle hassen mich“, erinnert er sich. „Meistens blieb ich zu Hause und musste lernen.“ In den Sommer­fe­rien engagierte er sich in der Sonntags­schule für die Kinder der kopti­schen Gemeinde. Auf Anregung des Pries­ters hin besuchte der jugend­li­che Medhat eine private Hochschule und studierte mit großem Inter­esse acht Semes­ter lang Theolo­gie und Psycho­lo­gie. Sein kriti­scher Wider­spruchs­geist verhin­derte jedoch eine beruf­li­che Laufbahn im Schoß der Kirche. „Da war der Spaß vorbei“, lacht er. „Aber ich hatte schon einen Plan B.“

Mit 16 hatte er seine Liebe zur Welt der Bilder entdeckt und mit seiner ersten Kamera ein eigenes Fotostu­dio eröff­net. „Ich war ja noch nicht geschäfts­fä­hig und habe meine Mutter als Inhabe­rin einge­tra­gen.“ Jetzt kamen die Menschen zu ihm und ließen sich von dem pfiffi­gen Jungun­ter­neh­mer für Perso­nal­aus­weise, Hochzei­ten und Feste fotogra­fie­ren. „Mein erstes Business hat nicht so gut funktio­niert, und mit 19 machte ich eine Ausbil­dung als Masseur.“ Schon als Kind hatte er seinem Großva­ter, der für seine heilen­den Hände bekannt war, voller Inter­esse zugeschaut und gehol­fen. „Er bezog eine kleine Rente und arbei­tete gratis zu Hause, renkte ausge­ku­gelte Schul­tern ein, massierte schmer­zende Muskeln und mobili­sierte Gelenke, eine Famili­en­tra­di­tion seit 600 Jahren. Er war verdammt gut. Einmal setzte er einen Mann mit zusam­men­ge­bun­de­nen Füßen auf ein Pferd und ließ es so lange trinken, bis sein gewölb­ter Bauch ganz sanft die Hüfte des Mannes wieder in die richtige Position gleiten ließ. Genial. Ich hab ihm gerne gehol­fen und mich dann über Schoko­lade und kleine Geschenke seiner Patien­ten gefreut.“

Als der ägypti­sche Staat mit Steuer­nach­läs­sen und hohen Gehäl­tern Arbeits­kräfte nach Hurghada lockte, um die Region für den Touris­mus zu erschlie­ßen, folgte Medhats Vater diesem Ruf, und Medhat ließ sich in einem Hotel als Masseur anstel­len. Seine Strate­gie: Zuerst ein Gehalt bezie­hen, dann Prozente, Geld zur Seite legen, in einem anderen Hotel ein Studio mieten und Mitar­bei­ter beschäf­ti­gen. „Mit Anfang Zwanzig habe ich mich selbst­stän­dig gemacht, hatte in mehre­ren Hotels Massa­ge­stu­dios – das lief so was von gut!“, schwärmt er. „Mit 25 habe ich meine erste Million gemacht.“ Als das Massa­ker von Luxor, der erste Anschlag auf Dutzende von Touris­ten, im Novem­ber 1997 die Welt erschüt­terte, blieben in der Folge die Gäste aus, die Hotels standen leer. Medhat Zaki verkaufte zu Schleu­der­prei­sen, was er besaß, und stand vor dem Nichts. „Da war ich pleite. Die Million war weg, ich hatte sogar Schul­den.“

Wo andere verzwei­feln, bleibt er hartnä­ckig. Er kehrte zurück in seine Heimat und übernahm das Fotostu­dio, das er zwischen­zeit­lich seinem Schwa­ger überge­ben hatte, von Neuem. Als die geschwächte Touris­mus­in­dus­trie in Hurghada sich etwas erholt hatte, fotogra­fierte er dort Urlau­ber und verliebte sich in eine Deutsche, die ihn mehrmals im Jahr besuchte. 2001 reiste Medhat Zaki zu ihr nach Deutsch­land und blieb. Wieder beein­flusste das Weltge­sche­hen auch das persön­li­che Schick­sal Medhats: Die Terror­an­schläge des 11. Septem­ber 2001 in New York, deren Anfüh­rer Ägypter war, ließen vermu­ten, dass der ägypti­sche Touris­mus­sek­tor langfris­tig unter den Folgen leiden würde. „Ich hatte Angst, ich könnte nicht mehr ausrei­sen, wenn ich nach Ägypten zurück­flie­gen würde“, sagt er. Er heira­tete seine Freun­din, beide stehen nach elf Jahren Ehe noch immer in freund­schaft­li­chem Kontakt.

Medhat lernte inten­siv Deutsch und fand schnell Arbeit als Masseur in einem Wellness­ho­tel, bildete sich weiter in Massa­ge­tech­ni­ken, Lymph­drai­na­gen und Ayurveda, bis chroni­sche Schmer­zen in seinem Handge­lenk ihn berufs­un­fä­hig machten. „Ein Schock. Ich war richtig gut, das war ja mein Leben”, sagt er nachdenk­lich und nimmt einen Schluck Tee. Mit 32 durch­lief er eine mehrjäh­rige Umschu­lung zum Groß- und Außen­han­dels­kauf­mann und begann als Vertriebs­ma­na­ger für Nah‑, Mittel­os­ten und Afrika, ein Glücks­tref­fer. „Ich hab sehr gut in den arabi­schen Ländern verkauft, sehr gut, mit Umsatz­be­tei­li­gung“, erinnert er sich. „Ehrlich gesagt, habe ich ein Problem: Wenn ich erfolg­reich bin, werde ich arrogant“, räumt er selbst­kri­tisch ein. „Ich hab das auch gemerkt, als ich damals Geld gehabt habe. Endlich hatte der Kleine es zu etwas gebracht. Aber das zeugt von schlech­tem Charak­ter und gerin­gem Selbst­wert­ge­fühl, finde ich.“ Als sein Chef ihm die gebüh­rende Anerken­nung verwei­gerte, trenn­ten sie sich. Medhat besann sich auf eine Zeitar­beits­firma, deren Angebot er Jahre zuvor wegen einer Opera­tion nicht anneh­men konnte. Statt­des­sen hatte er aus seinem Bekann­ten­kreis für den Job kompe­ten­ten Ersatz organi­siert. „Als ich arbeits­los war, habe ich an diese Firma gedacht und angeru­fen. Die Dame erinnerte sich an mich, besorgte mir einen Übergangs­job, und schließ­lich fand ich Arbeit bei RWE im Vertrieb. Das ist mein Ding – Vertrieb und Verkauf.“

Seit langem beschäf­tigt Medhat Zaki sich mit der Frage nach Armut und Reich­tum und der Kunst der Reichen, ihr Vermö­gen nicht wieder zu verlie­ren. „Wenn ich Geld hatte, habe ich auch viel ausge­ge­ben, genauso, wie ich es bei meinem Vater gesehen habe. Mein Mindset war falsch. Ich war überzeugt davon, dass Reiche böse sind und Geld nicht glück­lich macht, sondern den Charak­ter verdirbt. Ich war voller Angst, hatte kein echtes Selbst­be­wusst­sein, und immer, wenn ich Erfolg hatte, hab ich ihn unbewusst selbst wieder zerstört. Ich war zu selbst­ver­liebt“, räumt er ein.

Medhat leistete sich Coaches und Mento­ren, arbei­tete an seiner Persön­lich­keit, bildete sich mehrfach als NLP- und Hypnose-Trainer fort und begann im Dezem­ber 2017 sein Wissen über Verkaufs­stra­te­gien und die Psycho­lo­gie der Super­rei­chen in Videos zu vermit­teln, zunächst auf Arabisch, seit Kurzem auch auf Deutsch. „Egal, wie gut du bist – wenn die andern das nicht wissen, bringt das alles nichts. Und egal, wie gut dein Produkt oder deine Dienst­leis­tung ist – wenn du das nicht verkau­fen kannst, bleibst du arm“, betont er nachdrück­lich. „Du musst den Unter­schied zwischen Geld ausge­ben und inves­tie­ren beherr­schen. Reiche inves­tie­ren nur in ihr Business und ihr Wissen, nicht in Konsum.“

Inzwi­schen gibt es von ihm über 100 Aufnah­men und Live-Videos mit der ungeheu­ren Reich­weite von 22 Millio­nen Follo­wern in der Woche und diverse Online­kurse. Als kleiner Junge stand er auf dem Schul­hof und versagte beim öffent­li­chen Vorle­sen. Heute spricht Medhat Zaki von seinem Schreib­tisch aus frei in die Kamera und erreicht die Welt, wird sogar am Flugha­fen von Fans erkannt. „Ich habe sehr lange alleine versucht, meine Glaubens­sätze und mein Verhal­ten zu ändern. Ich hätte mir gewünscht, dass jemand mir gehol­fen hätte, aber ich habe alle Fehler selbst machen müssen und aus ihnen gelernt. Wenn ich mir früher einen Coach genom­men hätte und nicht geglaubt hätte, der Schlauste zu sein, hätte ich nicht so viel Zeit verlo­ren. Das ist mein Motiv, andere zu coachen.“

Seine Mission: Den Menschen dabei zu helfen, finan­zi­elle Freiheit zu errei­chen. Die Fehler, die er selbst gemacht hat, möchte er ihnen erspa­ren. Er weiß, wie kostbar Zeit ist, seit die Diagnose einer selte­nen Erkran­kung ihm mit 32 vor Augen führte, wie schnell das Leben zu Ende sein kann. Er kennt Existenz­angst und Verzweif­lung und genießt umso bewuss­ter das Glück mit seiner zweiten Frau und seinem kleinen Sohn. „Jeden Morgen, wenn ich aufstehe, weiß ich, dass das ein Geschenk ist. Die Wahrneh­mung verän­dert sich. Man kann sein Leben nicht verlän­gern, aber vertie­fen.“ Er schweigt.

Freiheit und Wohlstand sind unser Geburts­recht. Ich bin seit meiner Kindheit oft zu Dingen gezwun­gen worden und bin sehr viele Kompro­misse einge­gan­gen. Das möchte ich nie wieder erleben. Es ist ein schönes Gefühl, das nicht nötig zu haben. Und dabei helfe ich anderen. Ich möchte gerne zwei Millio­nen Menschen coachen und 1000 Trainer weltweit ausbil­den.“

Medhat Zaki ist Coach und Trainer aus Leiden­schaft und verbin­det sein Wissen mit innerer Tiefe und echter Größe – einer zu Selbst­kri­tik und fortwäh­ren­der Entwick­lung befähig­ten Persön­lich­keit. „Finan­zi­elle Freiheit erreicht man mit System. It’s never too late. Wenn ich das kann, schaf­fen andere das auch“, schließt er zuver­sicht­lich.

Medhat Zaki überzeugt – als Mensch und Unter­neh­mer.

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