Unter­neh­mer­por­trät Ralf Adler

Dr. Heike Jacobsen

Dr. Heike Jacobsen

»Ihr authen­ti­sches biogra­fi­sches Porträt entsteht immer auf der Basis eines exklu­si­ven entspann­ten Gesprächs mit mir.

Bevor wir uns persön­lich kennen lernen, klären wir in einem für Sie kosten­freien Vorab­ge­spräch am Telefon, ob Sie z.B. ein Webpor­trät als emotio­nale Werbung, ein kleines Geschenk­büch­lein oder ein exklu­si­ves Porträt­buch wünschen und wie Ihre Vorstel­lun­gen zu Umfang und Budget sind, sodass ich Ihnen ein passge­naues indivi­du­el­les Angebot machen kann.

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Dr. Heike Jacob­sen

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Unternehmer Porträt

Ralf Adler

Zimme­rei und Schrei­ne­rei, Lever­ku­sen

Unter­neh­mer­por­trät Ralf Adler

Am Handwer­ker­hof Nummer 1 – welche Adresse könnte besser zu Ralf Adlers Zimme­rei und Schrei­ne­rei passen? Vor der 2500 qm großen Halle, in die früher Züge zur Wartung einge­fah­ren sind, frage ich den Lehrling nach dem Weg zum Büro des Chefs. An der Wand: „Dat Kölsche Grund­je­setz“.

Dieses Gelände hier ist ein altes Bahnge­lände, das vor zehn Jahren noch von der Bahn selbst in Gebrauch war. Als dann ganz zugemacht wurde, sind die Handwer­ker hier rein und hatten die Möglich­keit, in den alten Gebäu­den Gewerbe zu betrei­ben“, erzählt er, während der Kaffee durch­läuft. „Vor drei Jahren hatten wir das große Glück, das auch zusam­men von der Stadt zu kaufen.“ Auf 25 000 Quadrat­me­tern entstand so in den alten Bahnhofs­ge­bäu­den ein moder­ner Handwer­ker­hof, der Alt und Neu vereint und 24 unter­schied­lichste Gewerbe mitein­an­der verbin­det. „Von der Idee her sind alle unter einem Dach. Der Kunde kann vorne rein und hinten im Prinzip mit einem ferti­gen Haus rauskom­men.“ Die Stadt unter­stützte die Idee, erhielt Förde­rung durch das Land und von der EU. „Wir hatten gute Kondi­tio­nen beim Kauf und konnten uns sehr früh gestal­te­risch in die Infra­struk­tur einbrin­gen, das war sehr gut“, erinnert er sich. Das Konzept für das Eco Indus­trial Park-Label mit den vier Stand­bei­nen Energie, Arbeit, Sozia­les, kurze Wege entstand und wurde von der Stadt Lever­ku­sen übernom­men. Das Label hängt in Ralf Adlers Büro. „Selbst­stän­dige gucken über den Teller­rand“, nennt er diesen Erfolg beschei­den. „Durch diese hohe Akzep­tanz und die Stand­ort­si­che­rung als Teil der Neuen Bahnstadt Opladen mit den Berei­chen Gewerbe, Campus, Wohnen und Kultur bin ich jetzt Stand­ort­bot­schaf­ter der Stadt Lever­ku­sen.“

Im Flur vor der Küche lehnt eine gussei­serne Figur an der Wand. Sie stammt aus einer Kunst­in­stal­la­tion im Skulp­tu­ren­park. „Wir machen nicht nur Häuser und Holzbau, sondern werden auch mal für andere Aktio­nen gefragt“, erzählt er und blättert in einem Katalog. „Hier: Raum betonen. Das ist halt Kunst. Die Bude eines Obdach­lo­sen wurde z.B. verschö­nert. Der hat sich total aufge­regt, weil er in der Zeit da nicht pennen konnte.“ Als Benedikt Papst wurde, besorgte Ralf Adler für einen Künst­ler einen weißen Hubschrau­ber und setzte ihn auf ein Dach, das er zuvor mit Stahl­trä­gern verstärkt hatte. Das Kunst­werk „Ankunft“ wurde genau auf der Achse Rom–Köln positio­niert, nur niemand nahm den Künst­ler wahr, der für die Position Rom auf der grünen Wiese stand, während Ralf Adler den Hubschrau­ber auf dem Dach befes­tigte. Die Kurato­rin begrüßte ihn vor ihrer Rede und am Ende der Vernis­sage kannten wenige den Namen des Künst­lers, aber alle fragten sich: „Wer ist denn Herr Adler?“

Die Kunden finden ihn durch Empfeh­lung. Seit zwanzig Jahren ist Ralf Adler inzwi­schen selbst­stän­dig. Als Schüler entschied er sich bereits für eine Ausbil­dung in einem Zimme­rei- und Holzbau­be­trieb. „Ich wollte eigent­lich Restau­ra­tor werden. Mit 17 habe ich die Lehre begon­nen und schon neben­bei in anderen Betrie­ben mitge­ar­bei­tet. Ich war der Einzige, der so früh wusste, dass er selbst­stän­di­ger Handwer­ker werden will. Auch während des Zivil­diens­tes war ich immer im Beruf. Nach vier Jahren als Geselle hab ich dann meinen Meister gemacht. Danach bin ich direkt bei Heidel­bach selbst­stän­dig mit einge­stie­gen.“ Nach zehn Jahren hatten Heidel­bach und Adler 25 Mitar­bei­ter und eine Filiale in Stral­sund und trenn­ten sich.

Seit zehn Jahren treibt Ralf Adler mit inzwi­schen 12 Mitar­bei­tern den RAL-zerti­fi­zier­ten Holzbau voran: Dachstuhl, Fachwerk, Aufsto­ckung und Erwei­te­rung zur Bestand­s­er­neue­rung im urbanen Bauen, Hallen­bau, aber immer mehr auch Fertig­haus­bau. „Wie das, was die Fertig­haus­in­dus­trie macht, nur handwerk­lich, in einer kleine­ren Stück­zahl und vor allem indivi­du­ell nach den Wünschen der Kunden gebaut“, erklärt er. Die überwachte Zerti­fi­zie­rung gehört zu seinem Allein­stel­lungs­merk­mal: „Da sind wir als Handwerks­be­trieb im Umkreis von 50, 60 Kilome­tern die Einzi­gen. Die Quali­täts­kon­trolle ist auch wichtig, wenn die Leute Geld von den Banken haben wollen. Viele Hausver­si­che­rer bestehen darauf, dass die Betriebe zerti­fi­ziert sind.“ Er setzt auf Quali­tät, seit 2007 auch als Obermeis­ter und Prüfungs­vor­sit­zen­der der Gesel­len­aus­bil­dung.

Ralf Adler ist jetzt 47. „Ich mach alles mit und das bleibt auch so. Wahrschein­lich bin ich mit 70 noch derje­nige, der da hinten kehrt“, lacht er. „Wichtig ist mir hier die Halle und dass ich ein Büro hab. Was wir hier mit dem Projekt umgesetzt haben, dahin­ten die Werkstät­ten, die vermie­tet sind – das ist schon eine Nummer. Wir ergän­zen uns, können mitein­an­der funktio­nie­ren. Angefan­gen vom Rohbau über Dachde­cker, Instal­la­teur, Elektri­ker, Maler, Zimmer­mann, Schrei­ner, Schlos­ser, Maler­be­darf, Textil­sti­cker, Großhan­del für Instal­la­tion, alles ist hier. Die Wege sind kürzer. Das Mitein­an­der bringt mehr, als wenn jeder sein Süpplein kocht. Die Fragen der Kunden sind viel schnel­ler beant­wor­tet. Das kommt an.“ Und nicht nur das. „Wir haben die größte Photo­vol­ta­ik­an­lage von Lever­ku­sen und sind das Kraft­werk für die ganze Wohnan­lage drüben. Abfälle werden direkt verbrannt.“

Das Konzept hat Ralf Adler geschrie­ben. 90% seiner Ideen sind bereits umgesetzt. In Zukunft soll noch ein Betriebs­kin­der­gar­ten entste­hen, damit die Mitar­bei­ter ihre Mittags­pau­sen mit den Kindern verbrin­gen können. „Ein Projekt, das von Handwer­kern kommt, nicht vom Land oder von der Stadt“, erzählt er stolz. „Keiner hat mir geglaubt, dass das in der Form angenom­men wird. Hier waren ja sämtli­che Politi­ker zum Kaffee­trin­ken.“ Der Erfolg gibt ihm Recht. Der Handwer­ker­hof Adler ist ein Leucht­turm­pro­jekt. „Wenn du weiter­kom­men willst, musst du übern Teller­rand gucken und sehen, ob die Bezie­hung zu allen noch in Ordnung ist.“ Das ist seine Maxime. „Das ist wie in einer guten Ehe“, schmun­zelt er.

Ralf Adler zeigt mir das ganze Gelände. Vor seinem Eingang in Übergröße aus Holz: Zollstock und Bleistift. Gegen­über steht ein Bauwa­gen mit der Aufschrift „Richtung Zukunft“. „Der Zimmer­mann ist oben auf dem Dach. Sobald er auf der Baustelle ist, rennen alle zu ihm, denn alle haben mit ihm zu tun“, erklärt er abschlie­ßend. „Wenn du das verin­ner­lichst, dann ist das ist deinem Leben auch so. Das hat sich hier bewahr­hei­tet.“ Ralf Adler zeigt Weitblick, als Zimme­rer und als Mensch.

Der Lehrling sonnt sich neben dem Fachwerk­häus­chen auf einem Holzbett.

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