Unter­neh­mer­por­trät Nicoline von Jordans-Moscher

Dr. Heike Jacobsen

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Dr. Heike Jacob­sen

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Unternehmer Biografie

Nicoline von Jordans-Moscher

Verän­de­rung wagen, Vlotho

Unter­neh­mer­por­trät Nicoline von Jordans-Moscher

Wir treffen uns vormit­tags in einem Café am Balde­ney­see in Essen. Wenige Spazier­gän­ger und Radfah­rer beleben die Uferpro­me­nade. Das Wetter ist noch etwas diesig, der See sieht grau aus. Ein Schiff kommt vorbei, zwei allein genie­ßen die freie Sicht vom Deck aus und winken. Die Kellner stehen Spalier.

Nicoline von Jordans-Moscher kommt auf die Minute pünkt­lich. Ihr Gang ist beschwingt, mit leich­tem Schritt nimmt sie die Stufen zur Terrasse. Eine zierli­che Frau, ganz in Schwarz-Weiß geklei­det, sogar die leichte Perlen­kette und der Ring mit Yin und Yang-Symbol fügen sich harmo­nisch in das Gesamt­bild ein. Die Mitte Fünfzig sieht man ihr nicht an. Lebhaft beginnt sie zu erzäh­len und erklärt mir das Logo auf ihrer Homepage: „Erst mal sind wir gedrückt durch Probleme oder Konflikte, dann kommen wir günsti­gen­falls ins Überle­gen, aber ich glaube, es gibt immer eine Lösung. Aber dafür muss man manch­mal sprin­gen. Und dann ist da auch etwas.“ Genau dabei steht sie ihren Klien­ten als Coach und Aufstel­lungs­lei­te­rin zur Seite. Aus eigener Erfah­rung weiß sie: „Ich bin noch nie wirklich aufge­klatscht und wenn wir darauf vertrauen und uns gute Wegbe­glei­ter suchen, dann ist das auch so.“

Anfang des Jahres wagte sie selbst den Sprung, kündigte ihr Anstel­lungs­ver­hält­nis und begab sich ganz in die Selbst­stän­dig­keit. Die Arbeit im Großraum­büro machte sie immer unzufrie­de­ner, der eigene Gestal­tungs­frei­raum in der Arbeit mit Klien­ten wurde demge­gen­über immer attrak­ti­ver, erfül­len­der. „Ich organi­siere gerne selbst und es macht mir einfach so viel Freude, mit den Menschen zu arbei­ten.“ Sie lacht. Ihr Chef unter­stützte sie und ermög­lichte ihr während der Kündi­gungs­frist den Absprung bei vollem Gehalt.

Ihr Mann ist ebenfalls selbst­stän­dig, schafft Kunst­werke aus Holz: Klemm­bret­ter, Licht­in­stal­la­tio­nen und viele andere schöne Dinge. Das Marke­ting übernimmt Nicoline von Jordans-Moscher gleich für ihn mit, struk­tu­riert, effek­tiv, persön­lich. Ein von ihm gestal­te­tes System­brett mit Figuren in drei Größen, die den Kopf drehen können, verkaufte sie neben­bei an ihren Coaching­aus­bil­der. In ihrem Coaching­raum steht eine Holzskulp­tur, die sie bereits als Lebens­baum in ihre Arbeit einbe­zo­gen hat. „Ich bin auch ein Holzwurm“, lacht sie, „wir ergän­zen uns da gut.“ Inzwi­schen hat er sich von ihr etwas mehr Struk­tur abgeguckt, sie hat an Locker­heit dazuge­won­nen.

Nicoline von Jordans-Moscher hatte mit 19 gerade die Ausbil­dung zur Arzthel­fe­rin abgeschlos­sen, als sie zum ersten Mal Mutter wurde. Selbst mit fünf Geschwis­tern aufge­wach­sen, war es ihr mit einem Kind bald zu still im Haus. „Es war immer viel Leben bei uns. Ich bin auf einem Hof mit Reitbe­trieb großge­wor­den und im Sommer waren immer noch mal zehn Kinder mehr da.“ Drei weitere Kinder folgten schnell. Inzwi­schen gibt es sieben Enkel­kin­der in ihrem Leben. „Es ist viel los, sehr trubelig, aber das bin ich auch, einfach leben­dig“, sagt sie. Kurz vor der Trennung von ihrem ersten Mann machte sie eine Umschu­lung zur Indus­trie­kauf­frau, landete in der Rekla­ma­ti­ons­ab­tei­lung eines Konzerns und übernahm dank ihrer Sprach­ge­wandt­heit im Service­be­reich die Import­ab­wick­lung. Auf der Suche nach neuen Erfah­rungs­fel­dern liebäu­gelte sie kurz mit dem öffent­li­chen Dienst, stellte aber schnell fest, dass das nichts für sie war.

Die Trennung hinter­ließ bei ihren vier Kindern „ein ordent­li­ches Päckchen“, wie sie es nennt. „Die haben sich gefetzt wie die Kessel­fli­cker. Der Jüngste ist mir damals schulisch entglit­ten und nach einem Wechsel auf die Waldorf­schule kam er schließ­lich in ein Inter­nat.“ Ein dort angebo­te­nes Teen-Wochen­end-Seminar ließ Nicoline von Jordans-Moscher aufhor­chen. Kurzer­hand schlug sie den älteren Geschwis­ter­kin­dern vor teilzu­neh­men und war verblüfft über die Wirkung: „Sonntags durften wir die Kinder wieder abholen. Ich kam in den Raum, in dem 40 Jugend­li­che saßen und da war so eine hammer­mä­ßige, fried­volle, harmo­ni­sche Energie, dass ich dachte: Was haben die denn gemacht?“ Die Konflikte zu Hause konnten anschlie­ßend ganz anders beigelegt werden. „Das war ein richti­ger Gewinn. Ich war wirklich beein­druckt“, erinnert sie sich.

Neugie­rig gewor­den, nahm sie sich vor, in dieser Richtung auch etwas zu machen. Sie verließ ihre eigene Komfort­zone und absol­vierte mehrere Weiter­bil­dun­gen bei dem Seminar­lei­ter, der schon in ihren Kindern den Richtungs­wech­sel angesto­ßen hatte. „Ich hab immer schon dieses Inter­esse gehabt und viel darüber gelesen. Das war der Anfang von dem Weg, auf dem ich heute bin.“ Als sie mit Famili­en­auf­stel­lun­gen in Berüh­rung kam, war sie begeis­tert: „Das hat mich gleich geflasht.“ Die Ausbil­dun­gen zur syste­mi­schen Familien- und Struk­tur­auf­stel­le­rin folgten. Hier fügen sich ihr Gespür für Kommu­ni­ka­tion und ihre Empathie im Umgang mit Menschen mit ihrem Sinn für Struk­tur harmo­nisch zusam­men: Alles braucht seinen Platz in der syste­mi­schen Ordnung, steht in einem größe­ren Kontext. Von der autori­tä­ren Haltung Hellin­gers setzt sie sich aller­dings ab: „Für mich ist jeder selbst der Experte in seinem Leben“, betont sie. Und so bezieht sie die Klien­ten inter­ak­tiv in ihre Aufstel­lungs­ar­beit mit ein, vertraut darauf, dass sich das Wesent­li­che schon zeigen und entwi­ckeln wird. „Für die Aufstel­lungs­ar­beit schlägt mein Herz in erster Linie“, sagt sie und erzählt ausführ­lich die Geschichte einer Aufstel­lung für ein mager­süch­ti­ges Mädchen, das auch ohne selbst teilzu­neh­men von der Bewegung im Stell­ver­tre­ter-System profi­tiert und neuen Lebens­mut gewon­nen hat. „Die Mutter schrieb, ihre Tochter würde wieder singen, sie könnte heulen vor Freude.“ Nicoline von Jordans-Moscher wischt sich eine Träne aus dem Augen­win­kel. „Da liegen so viele Geschenke. Das ist es, was so schön und tiefgrei­fend ist“, sagt sie berührt. „Und: Mit den Eltern fängt alles an.“

Bei ihrer ersten selbst gelei­te­ten Aufstel­lung stieß sie direkt auf eine Kolle­gin, die ihr viel Wider­stand entge­gen­brachte und ihre Arbeit zerpflückte. Ihr verdankte sie die Einsicht, dass der Klient anschlie­ßend eine Nachsorge benötigt, mit dem Erleb­ten nicht allein­ge­las­sen werden sollte. „Das war für mich der Grund, mir eine Coaching­aus­bil­dung zu suchen. Damit war ich sattel­fest.“ Seitdem bietet sie Aufstel­lun­gen mit mögli­cher Nachbe­treu­ung an, fängt ihre Klien­ten auch nach dem Sprung ins Unbekannte auf, hält es aus, mit dem zu arbei­ten, was im Moment entsteht. Im Hier und Jetzt. „Vertrau einfach, es wird schon kommen.“ Dieser Satz gilt auch für ihr eigenes Leben, ihre Selbst­stän­dig­keit. Nicoline von Jordans-Moscher lebt vor, was sie ihren Klien­ten abver­langt, authen­tisch, erfah­ren, vertrau­ens­wür­dig.

Ihre Klien­ten findet sie über diverse Koope­ra­tio­nen mit Heilprak­ti­kern. Hier tut sich gerade für sie eine neue Entwick­lung auf: Körper­sym­ptom-Aufstel­lun­gen und neuer­dings Heilmit­tel-Aufstel­lun­gen. Der Kreis zu ihrer Berüh­rung mit medizi­ni­schen Themen in jungen Jahren schließt sich auf einer ganz anderen Ebene wieder: „Das ist so spannend. Ich merke, dass ich das total gerne mache. Ich bin ganz kribbe­lig und freu mich darauf“, schwärmt sie voller Begeis­te­rung. „Krank­heit kommt nicht umsonst in unser Leben. Wenn wir die Aufgabe, die für uns darin liegt, sehen können, kann sich etwas entspan­nen. Dann brauchen wir auch das Symptom und die Krank­heit nicht mehr.“ Davon ist sie überzeugt.

Koope­ra­ti­ons­part­ner, die ihr zu langsam und gesetzt erschei­nen, lässt sie hinter sich. Und irgend­wann auch mal ruhiger werden – das will sie gar nicht. Sie vermit­telt Aufbruchs­stim­mung, Leben­dig­keit, Forscher­drang. Die Sonne kommt raus, es wird plötz­lich sommer­lich warm. Nicoline von Jordans-Moscher zieht ihre Jacke aus und bestellt ein Eis mit Sahne. In ihrem Coaching­raum liegt ein leuch­tend orange­far­be­ner Teppich, erzählt sie und zeigt mir ein Foto. Wenn durch das Fenster zum Garten die Sonne darauf scheint, lässt sie Klien­ten auch gerne mal auf dieser Sonnen­in­sel auf dem Boden mit Utensi­lien arbei­ten, setzt Musik oder eine Landkarte der Befind­lich­kei­ten ein, bietet intui­tiv Raum für Neues.

Verän­de­rung wagen“ – das hat sie sich auf die Fahne geschrie­ben. Was sie von anderen unter­schei­det? „Mein Optimis­mus, dass es immer einen Weg gibt. Irgend­wie geht es immer, auch wenn es noch so düster aussieht. Am Ende ist es irgend­wie gut.“ Das Vertrauen ins Leben und die Gelas­sen­heit allem gegen­über, was im Leben passiert, hat sie selbst. Wer mit ihr auf dem Weg ist, darf Verän­de­rung wagen, sprin­gen und darauf vertrauen, dass er aufge­fan­gen wird – von ihr und einem größe­ren Zusam­men­hang.

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