Unter­neh­mer­por­trät Frank Niebuhr

Dr. Heike Jacobsen

Dr. Heike Jacobsen

» Musik und Sprache sind die Wurzeln meiner Kindheit. Ich tauchte in die Welt der Sprache, Klänge und Musik ein und fand darin meine wahre Heimat. Mit fünf Jahren lernte ich lesen und Klavier spielen. «

Dr. Heike Jacob­sen

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Frank Niebuhr

Frank Niebuhr

Bildhauer, Hamburg

Ich finde mich in dem Porträt von Dr. Heike Jacob­sen auf eine ungeahnt schöne Art wieder und bin sehr glück­lich mich nun so auf meiner neuen Website präsen­tie­ren zu können. Vielen Dank!“

Frank Niebuhr

Unter­neh­mer­por­trät Frank Niebuhr

Ein sonni­ger Herbst­tag Ende Septem­ber. Frank Niebuhr empfängt mich in seiner Wohnung, in der sich auch sein Atelier befin­det. Das rücken­lange rote Haar trägt er zum Zopf gebun­den. Im Flur eine Liane, die, mit Fotos wichti­ger Menschen als Blätter bestückt, als Lebens­baum dient. Das Wohnzim­mer greift das Thema Wald auf: Vom braunen Sofa auf braunem Teppich­bo­den blickt man ringsum auf Fotota­pe­ten mit Waldmo­ti­ven. Zwei Büsten aus Indone­sien werden von Grünpflan­zen umschlun­gen, die von einer Wand zur anderen ranken, als Tisch dient eine Holzscheibe. Hier erdet sich ein Natur­lieb­ha­ber mit beson­de­rer Bezie­hung zu Bäumen. Demnächst wird er ins Grüne ziehen, seine Arbeit erfor­dert mehr Raum.

Im Atelier stehen mehrere Schnitz­bö­cke und Model­lier­ti­sche aus Holz und ein höhen­ver­stell­ba­rer Schnitz­tisch aus Eisen, auf dem „Frank der Rote“ steht. Auf dem Model­lier­tisch das Tonmo­dell einer Elfe, die, auf einer Blüte sitzend, ihre weibli­che Blöße mit einem Blüten­blatt bedeckt, daneben die gleiche Figur als Holzskulp­tur. Bemalte Ornament­schnit­ze­reien, florale Skulp­tu­ren aus Holz und eine abstrakte Figur aus Alabas­ter lehnen an der Wand. Diverse Schnitz­mes­ser, in unter­schied­li­chen Stichen sortiert, Raspeln und ein Klüpfel sind das wichtigste Werkzeug des Bildhau­ers. Große Holzblö­cke aus Walnuss, Zirbe und Robinie stehen auf dem Boden. Er kennt die Geschichte der gefal­le­nen Bäume, von denen er ein Stück retten konnte und veredeln wird. „Ich arbeite gerne zuerst mit Tonmo­del­len, man kann sie von allen Seiten aus betrach­ten, Maß abneh­men und viel vorde­fi­nie­ren“, erklärt er. „Bei abstrak­ten Figuren arbei­tet man freier, da gibt das Holz vor, wo‘s langgeht.“ Mit der Säge bringt Frank Niebuhr die Holzblö­cke auf die richtige Größe, sucht die markan­ten Punkte des Tonmo­dells im Holz und arbei­tet zunächst von vorn nach hinten in Flächen und Ebenen, bis er feinste Details heraus­zi­se­lie­ren kann. „Im Holz muss ich erst verein­fa­chen, um dann wieder genau zu werden, schwie­rig und gleich­zei­tig so faszi­nie­rend. Das erfor­dert räumli­ches Sehen. Bildhau­ern hat mit dem Aufräu­men von Komple­xi­tät zu tun.“ In seinem Ideen­buch hält er Titel und Skizzen für nächste Arbei­ten fest, die ihm aus beein­dru­cken­den Begeben­hei­ten des tägli­chen Lebens zuflie­ßen.

Ich bin ein optisch orien­tier­ter Mensch und kann mit den Händen gestal­ten. Mit meiner Tochter habe ich stunden­lang in der Sandkiste Figuren gebaut. Das lag als Begabung schon immer in mir“, erzählt er. Ursprüng­lich lernte er Schau­wer­be­ge­stal­ter und arbei­tete in der Werbe­tech­nik, wo ihn der Dummy­bau beson­ders faszi­nierte. Das seit seiner Kindheit an ihm nagende Gefühl, nicht wirklich bei sich zu sein, und der Tod der engsten Famili­en­mit­glie­der warfen die Sinnfrage auf. „Einige Jahre hat das in mir gearbei­tet. Ich war nicht glück­lich, fühlte mich fragmen­tiert“, sagt er. Ein Erleb­nis während einer Aufstel­lung eines inneren Themas veran­lasste ihn dazu, eine mehrjäh­rige Berater­aus­bil­dung zu begin­nen, in der die eigene Persön­lich­keits­ent­wick­lung Programm ist. „Seitdem geht das rasant. Die Zerris­sen­heit in mir fügt sich zusam­men.“ Er kam immer mehr zu sich und konzen­trierte sich ganz auf die künst­le­ri­sche Arbeit als Bildhauer. Eine mehrjäh­rige Bildhau­er­aus­bil­dung und einen sehr persön­lich gestal­te­ten Schnitz­kurs gönnt er sich neben­bei. Sie schulen sein handwerk­li­ches Können, zeigen ihm einen weiten Horizont auf und bestär­ken ihn im indivi­du­el­len kreati­ven Ausdruck. Blocka­den und Krisen gehören zum Schaf­fen ebenso dazu wie das befreite Aufge­hen im Flow. „Das künst­le­ri­sche Arbei­ten hat ganz viel mit einem selbst zu tun. Eigent­lich schafft der Künst­ler immer gleich­zei­tig an sich und am Werk“, erklärt er. „So wie ich aus dem Holz heraus­ar­beite, was in ihm steckt, so arbeite ich auch den wahren Frank aus mir heraus, räume auf, gehe an Grenzen – eine sinnstif­tende Arbeit, die zugleich andere berührt. Bei sich zu sein und diesem wesent­li­chen Pfad zu folgen, darum geht es doch im Leben. Wenn du etwas verän­dern willst, dann verän­dere dich.“

In Zukunft möchte er nicht nur eigene Ideen frei verwirk­li­chen, sondern auch mit Menschen arbei­ten und die Bildhaue­rei dabei als Medium nutzen. „Das Leben ist tief und großar­tig. Das, worauf jemand stolz sein kann, aber auch seinen tiefs­ten Schmerz hole ich noch mal aus dem Holz heraus, damit etwas Bleiben­des entsteht. Kunst ist das, was ich, meinem Wesen entspre­chend, ausdrü­cke, somit immer einzig­ar­tig. Mein Wesen ist es, der Liebe sehr nah zu sein. Das möchte ich in die Welt tragen.“ Ob figür­lich oder abstrakt, die Liebe nimmt ihren Weg in Frank Niebuhrs künst­le­ri­sches Gestal­ten und drückt sich unter­schied­lich darin aus: Das ist Holzliebe-Art – wahrhaf­tig, feinsin­nig und ausdrucks­stark im Ausgleich leben­di­ger Kräfte.

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