Unter­neh­mer­por­trät Astrid Klingen

Dr. Heike Jacobsen

Dr. Heike Jacobsen

»Ihr authen­ti­sches biogra­fi­sches Porträt entsteht immer auf der Basis eines exklu­si­ven entspann­ten Gesprächs mit mir.

Bevor wir uns persön­lich kennen lernen, klären wir in einem für Sie kosten­freien Vorab­ge­spräch am Telefon, ob Sie z.B. ein Webpor­trät als emotio­nale Werbung, ein kleines Geschenk­büch­lein oder ein exklu­si­ves Porträt­buch wünschen und wie Ihre Vorstel­lun­gen zu Umfang und Budget sind, sodass ich Ihnen ein passge­naues indivi­du­el­les Angebot machen kann.

Gleich­zei­tig bekom­men Sie am Telefon ein Gefühl dafür, ob Sie sich gut und gerne mit mir unter­hal­ten können und mir Ihre Geschichte(n) anver­trauen wollen. Bitte tragen Sie Ihre Telefon­num­mer in das Kontakt­for­mu­lar ein, und ich rufe Sie zeitnah zurück. Bis gleich.«

Dr. Heike Jacob­sen

Ihre persön­li­che Porträt­au­torin

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Astrid Klingen

Schmuck­de­sign, Düssel­dorf

Unter­neh­mer­por­trät Astrid Klingen

Eigent­lich wollte ich noch Blumen kaufen“, beginnt Astrid Klingen, während sie Kaffee serviert. Wir sitzen neben ihrer Werkstatt im Ausstel­lungs­raum. „Ich mag es, wenn alles schön ist“, sagt sie. In einer großen Schmuck­vi­trine und zwei kleinen Schau­kas­ten­ti­schen präsen­tiert sie ihre Schmuck­stü­cke: Ketten, Ringe, Ohrringe aus Silber, Gold, Perlen und Edelstei­nen – Granat, Citrin, Amethyst, Aquama­rin. Ihr Stil: von verspielt bis schlicht und grafisch-streng. Die Sonne scheint herein, auf der Fenster­bank steht eine kleine Etagère mit Prali­nen und Törtchen. „Im Sommer können meine Kursteil­neh­mer im Garten essen, die Werkti­sche kann ich leider nicht draußen montie­ren. Mein Traum wäre es, irgend­wann mal Sommer­kurse in Südfrank­reich zu geben.“

Auf der Suche nach dem richti­gen Beruf dachte sie zunächst an Innen­ar­chi­tek­tur, versuchte sich in der Landschafts­pla­nung, um ihre gestal­te­ri­sche Begabung mit ihrer Liebe zur Natur zu verbin­den, und war unglück­lich. Ihre Berufung fand sie eher durch Zufall: „Noch heute sehe ich die Straßen­kreu­zung vor mir, an der wir an einer roten Ampel warte­ten. Ich klagte meiner besten Freun­din mein Leid. Sie sagte mir auf den Kopf zu: ‚Du musst etwas mit Schmuck machen, das ist sowieso deine Leiden­schaft. Mach doch Schmuck­de­sign.‘ Und da fiel der Groschen, aber ganz gewal­tig“, erinnert sie sich. Astrid Klingen erlernte als Goldschmie­din von Grund auf das tradi­tio­nelle Handwerk, im anschlie­ßen­den Schmuck­de­sign-Studium lag der Schwer­punkt auf der Gestal­tung. „Das ist es 100-prozen­tig“, war sofort ihr Gefühl.

Für Firmen Entwürfe zu gestal­ten, die in Serien­pro­duk­tion gehen, das entspricht ihr nicht. Ihre Entwürfe sind Unikate. Nach dem Diplom arbei­tete sie freibe­ruf­lich, eröff­nete bald darauf mit einer Freun­din einen kleinen Laden und begann Kurse zur Schmuck­her­stel­lung zu geben. Nach 10 Jahren trenn­ten sie sich und Astrid Klingen machte sich allein selbst­stän­dig, ohne Laden­öff­nungs­zei­ten, indivi­du­ell und flexi­bel auf die Kunden abgestimmt. „Ich verkaufe nichts übers Inter­net“, betont sie, „die Hälfte meiner Aufträge sind Neuan­fer­ti­gun­gen oder Umarbei­tun­gen von altem Schmuck auf Basis eines inten­si­ven Gesprächs.“ Im Dialog zu sein ist ihr wichtig. „Im besten Fall habe ich langjäh­rige Kundin­nen und weiß, was sie mögen. Es macht mir viel Freude zu merken: Das ist genau für diese Frau passend. Während der Herstel­lung bin ich dann oft in Gedan­ken bei diesem Menschen. Ihnen würde ich auch kein Gelbgold empfeh­len“, rät sie mit einem erfah­re­nen Blick auf meine Haut‑, Augen- und Haarfarbe und die silber­nen Ringe.

Für Astrid Klingen ist Schmuck kein oberfläch­li­ches Dekor, sondern etwas ganz Persön­li­ches. Sie erzählt von einer langjäh­ri­gen Kundin, die eine lange Perlen­kette von ihrer Großmutter geerbt und ihr ein Foto der damals noch jungen Frau gezeigt hat. Der Wert der Schmuck­stü­cke bemisst sich für sie nicht nur in Edelme­tall, Brillan­ten und Karat, sondern ebenso in persön­li­cher Geschichte und indivi­du­el­ler Bezie­hung. Die größte Anerken­nung für sie: Wenn ein Schmuck­stück zum Lieblings­stück wird und die Kundin es jahre­lang trägt, ein Ring so tägli­cher Beglei­ter ist.

Die Steine bezieht sie aus einer Schlei­fe­rei in Idar-Oberstein, einem alten Famili­en­un­ter­neh­men: „Vielleicht müssen die Steine noch nicht mal so teuer sein, aber sie müssen einfach eine Ausstrah­lung haben, dürfen gerne ein bisschen eigen­wil­lig sein.“ Sie trägt selbst entwor­fene Wechsel-Ohrringe aus Onyx und einen Spiel-Ring mit Aufsät­zen aus Turma­lin und Stern­ru­bin. „Die Idee zu auswech­sel­ba­ren Steinen hat mich schon lange beschäf­tigt und kam mir in völlig entspann­tem Zustand kurz vorm Einschla­fen“, erzählt sie. „Das kommt super an.“

Die kleine Werkstatt ist voll ausge­stat­tet mit Emaille-Ofen, Metall­walze, Löt-Tisch und zwei Werkti­schen, einem großen Holzblock, zahlrei­chen Handsä­gen, Hämmern, Feilen und kleinen Gerät­schaf­ten. Am großen Werktisch können mehrere Perso­nen gleich­zei­tig arbei­ten. Man sitzt vor halbrun­den Ausbuch­tun­gen, über die Feilnä­gel aus Holz montiert sind. Darun­ter aufge­spannte Leder­wan­nen fangen den Metall­ab­rieb auf. „Zuerst lernt man aussä­gen. Das ist die Grund­lage für alles“, erklärt Astrid Klingen. „Ich sorge dafür, dass jeder etwas Ferti­ges mit nach Hause nehmen kann.“ Ihr Tisch steht am Fenster, hier versenkt sie sich ganz in die Gegen­wär­tig­keit ihres Tuns: „Am liebs­ten arbeite ich über mehrere Stunden und komme dabei komplett in den Flow. Ich tanke hier völlig auf und finde so absolute Erfül­lung. Darum liebe ich diesen Beruf.“ Nicht mehr Schmuck zu machen, das kann sie sich nicht vorstel­len.

Ihre aktuelle Arbeit: ein eigener Ring mit einem Rauch­quarz, der einer Kundin als Muster dienen soll. Den Stein hat sie aus einer alten Brosche ihres Großon­kels entnom­men. „Schmuck für mich selbst mache ich fast nie. Das ist etwas ganz Beson­de­res“, freut sie sich. Astrid Klingen ist eine Schmuck­de­si­gne­rin, die Inten­si­tät im persön­li­chen Kontakt mit ihren Kunden aufbaut, sich ganz in ihre Arbeit versenkt und so Schmuck von indivi­du­el­lem Wert schafft.

Ihre Zukunft steht ihr klar vor Augen: „Ich mache meinen Schmuck in einer wunder­schö­nen Umgebung, vermittle in Urlaubskur­sen Wertschät­zung für das Handwerk und stelle regel­mä­ßig aus.“ Sie lacht herzlich. Schmuck und Natur in harmo­ni­scher Verbin­dung – ein Lebens­pro­jekt. Auch dieses innere Bild wird sie zu einem schönen Unikat formen.

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