Unter­neh­mer­por­trät Almut Schlei­fen­baum

Dr. Heike Jacobsen

Dr. Heike Jacobsen

» Musik und Sprache sind die Wurzeln meiner Kindheit. Ich tauchte in die Welt der Sprache, Klänge und Musik ein und fand darin meine wahre Heimat. Mit fünf Jahren lernte ich lesen und Klavier spielen. «

Dr. Heike Jacob­sen

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Unternehmer Porträt

Almut Schlei­fen­baum

Steuer und Recht Schlei­fen­baum, Siegen

Du schreibst ja liebe­voll. Das Lesen Deiner Texte verlang­samt meinen Puls.

Almut Schlei­fen­baum, Steuern und Recht Schlei­fen­baum, Siegen

Unter­neh­mer­por­trät Almut Schlei­fen­baum

Wir machen jetzt zuerst Ihre Zahlen.“ Almut Schlei­fen­baum sitzt mir gegen­über im modern einge­rich­te­ten Bespre­chungs­raum ihrer Kanzlei und legt mir meine Unter­la­gen vor. Wieder beobachte ich faszi­niert, wie sie mir in typisch Schlei­fen­baum­scher Über-Kopf-Lesart den Text vorliest. „Tja, wir sehen hier …“, beginnt sie mit bedenk­li­cher Miene und setzt schel­misch ihre Pointe: „Sie bekom­men alle Steuern zurück! Besser geht‘s nicht.“ Den Überra­schungs­ef­fekt genießt sie sicht­lich, erläu­tert mir die zu erwar­tende Erstat­tung und skizziert die wesent­li­chen steuer­rele­van­ten Punkte meiner weite­ren geschäft­li­chen Entwick­lung. Sie hört genau zu, fragt nach, schreibt mit und beant­wor­tet fachkun­dig und kompe­tent meine Fragen zu einem Problem, das inter­na­tio­na­les Steuer- und Verwal­tungs­recht berührt. Ich fühle mich beruhigt, erleich­tert, einfach gut aufge­ho­ben.

Wenn wir jetzt zum schönen Teil des Tages überge­hen, lade ich Sie in mein Arbeits­zim­mer ein“, sagt sie anschlie­ßend und trägt kurzer­hand die Tüten mit meinen Steuer­ord­nern in den ersten Stock. Geerbte Ölgemälde in verschnör­kel­ten Goldrah­men mit Szenen aus der metall­ver­ar­bei­ten­den Indus­trie kontras­tie­ren mit moder­nem Ambiente in Schwarz-Weiß. Auf vier Etagen arbei­tet sie mit ihren Mitar­bei­tern in der zartgelb gestri­che­nen Villa, in der bereits ihr Vater seine Kanzlei für Steuern und Recht führte. Bei ihm begann sie unterm Dach als Assis­ten­tin mit Aufga­ben für Steuer­erklä­run­gen und Jahres­ab­schlüsse. „Ich hab gerne mit meinem Vater gearbei­tet und verstehe bis heute nicht, dass man Steuern als trocken empfin­den kann. Das ist einfach das brüllende Leben!“ Sie erzählt vom so genann­ten Katzen­fall, von selte­nen Doppel­erb­fäl­len und schil­dert, wie sie nach einem Todes­fall die anste­hende Steuer­nach­zah­lung durch taktisch geschick­tes Vorge­hen zeitlich hinaus­zö­gern und die Witwe so entlas­ten konnte. „Das ist Verfah­rens­recht. Das macht mir schon Spaß.“

Als Kind wollte sie Köchin oder Polizis­tin werden. Jetzt sitzt sie im ehema­li­gen Arbeits­zim­mer ihres Vaters, genießt es, durch die Milch­glas­tür die Vorgänge im Mitar­bei­ter­raum nebenan mitzu­be­kom­men, schnell Papiere holen zu können und manch­mal auch einzu­grei­fen, wenn das Telefon dort zu lange klingelt. Die oberen Etagen nutzt sie für Arbei­ten, die absolute Ruhe erfor­dern.

Almut Schlei­fen­baum hat inter­na­tio­nale Volks­wirt­schafts­lehre und Betriebs­wirt­schafts­lehre studiert und bereits im Studium für einen Verein die Buchfüh­rung gemanagt. Nach dem Tod ihres Vaters übernahm sie mit 32 Jahren seine Kanzlei und setzte sich gegen langjäh­rige Mitar­bei­ter durch, die sich ihr als Tochter des Chefs skeptisch in den Weg stell­ten. Heute ist sie Steuer- und Renten­be­ra­te­rin mit diver­sen Spezia­li­sie­run­gen – Schen­kungs- und Umsatz­steuer, Fachbe­ra­te­rin für inter­na­tio­na­les Steuer­recht, Zölle und Verbrauchs­steuer, Sanie­rung und Insol­venz­ver­wal­tung und Unter­neh­mens­be­wer­tung. „Auf einen Exper­ten­sta­tus beschrän­ken möchte ich mich nicht“, betont sie, „es geht mir einfach darum, Probleme übergrei­fend lösen zu können, ohne an den Wissens­gren­zen der jewei­li­gen Fachbe­rei­che Halt zu machen.“ Stolz blättert sie durch ihre dicke Fortbil­dungs­mappe. Kurios: Sie ist sogar diplo­mierte Zaube­rin. „Hier, guck mal, ich hab‘s bestan­den“, freut sie sich. Almut Schlei­fen­baum ist ein natür­li­cher Typ, ungeschminkt, trägt helle Farben, Rock, Shirt, Weste und zweifar­bige Pumps. Sie lacht gerne. Ab und zu springt sie auf, um etwas zu holen, zu veran­schau­li­chen, gedul­dig zu erklä­ren.

Es klingelt und ein Mitar­bei­ter meldet den nächs­ten Mandan­ten an. Sie lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Was sie an ihrem Métier begeis­tert? „Für mich geht es nicht nur um Zahlen, sondern um Lebens­sach­ver­halte. Da kann man wirklich Akzente setzen, für Aha-Effekte sorgen und etwas bewir­ken. Das Thema Dienst­leis­tung ist mir sehr wichtig und ich freu mich, wenn ich jeman­dem aus der Patsche helfen konnte. Sorgfäl­tige Sachver­halts­er­mitt­lung ist dabei unver­zicht­bar, und zwar jedes Jahr aufs Neue, ganz unvor­ein­ge­nom­men.“ Sie versteht sich gerne als rettende Feuer­wehr zur Problem­lö­sung, freut sich aber auch, wenn sie bereits im Vorfeld um Beratung gebeten wird. „Man ruft mich, wenn einem das Wasser bis zum Hals steht, wenn es Leichen im Keller zu finden gibt und wenn es brennt“, resümiert sie schmun­zelnd.

Sie stellt hohe Anfor­de­run­gen an sich selbst und ihre Mitar­bei­ter. „Das ist schon anspruchs­voll. Damit das weiter so klappt, machen wir jeden Monat eine Mitar­bei­ter­ver­samm­lung, außer­dem gibt es Vier-Augen-Gesprä­che beim Mittag­essen und regel­mä­ßige Gesund­heits­events.“ Im fast fertig ausge­bau­ten Dachge­schoss richtet sie gerade ein Wellness-Center für Klien­ten und Mitar­bei­ter mit Infra­rot-Wärme­ka­bine, Relax-Sofa, Massa­ge­ses­sel und einem Mixer für grüne Smoot­hies ein. Ihre Vision: gesunde Steuer­be­ra­tung für gesunde Unter­neh­men. „Steuern sind ein Symptom für die Balance im Unter­neh­men“, erklärt sie. Ihr wichtigs­ter Wert: Freiheit. „Unter­neh­mern, die sich in Darle­hen und Geldsor­gen verstrickt haben, wieder Luft zu verschaf­fen, das macht mir Spaß.“

Zu Hause angekom­men, finde ich bereits eine Mail von ihr vor, in der sie über ihre neue Bilder­kol­lek­tion im Dachge­schoss schreibt: „Ich glaube an die Macht der Farbe. Zahlen sind manch­mal rot, oder auch schwarz, auf jeden Fall sind Steuern – bunt. Wie das Leben …“ Almut Schlei­fen­baum überzeugt – fachlich präzise, mensch­lich empathisch und überra­schend kreativ.

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